Der Kurs ist mit >60 Std. schon ziemlich lang, und andere Dinge stehen klar im Vordergrund (ein Debugging-Video muss ich dringend ergänzen). Irgendwann werde ich noch mal ein paar Videos zum Thema Swing ergänzen. Das hat allerdings im Moment keine Priorität. Aber so was Grundlegendes wie Fenster aufbauen, UI-Elemente setzen, Ereignisbehandlung, List-Model, Renderer wollte ich schon noch ergänzen. Ich finde es auch didaktisch gut, wenn man Dinge sieht, denn das macht mehr Spaß, wenn irgendwo ein Button gedrückt werden kann und dann passiert was.
Auch in der Insel habe ich das GUI-Kapitel in der aktuellen Auflage zusammengekürzt. Ich beschreibe, dass grafische Oberflächen in einem Hintergrundthread laufen, was ein Event-Auslöser und Listener ist. Mehr nicht. Manchmal ist es als Autor leichter, ein Thema komplett wegzulassen. Weil in dem Moment, wo du mit einem Thema beginnst, wird irgendjemand irgendwelche speziellen Fragen haben. Und GUI-Programmierung mit JFC ist ein Fass ohne Boden. Als Autor hast du eine gewisse Anzahl von Seiten zur Verfügung, und da musst du immer gewichten. Prinzipiell kann eine Videoserie unendlich gehen, aber irgendwann lässt die Lust der Zuschauer dann auch nach. Einige Universitäten nutzen den Kurs für die Studierenden, und die müssen 80 Prozent geschaute Videos nachweisen. Ich glaube, die hätten keinen Spaß daran, sich durch die GUI-Kapitel zu kämpfen 🙂
An den Zugriffszahlen der Insel und an den Video-Views kann ich ganz gut erkennen, welche Themen gefragt und welche weniger gefragt sind. Spezielle Themen werden selten bis nie angefragt und aufgerufen. In früheren Insel-Auflagen gab es zum Beispiel so etwas wie Doclets programmieren oder einen eigenen Annotation-Processor programmieren; letztendlich habe ich das alles wieder entfernt.
Auch wenn ich mich seit 30 Jahren intensiv mit Java beschäftige, sehe ich es im Alltag so, dass davon nur ein winzig kleiner Teil tatsächlich nötig ist. Ist bei Spring genauso. Mit einem kleinen Teil kann man dann schon sehr produktiv arbeiten.
Wenn ihr mehr wissen möchtet, fragt gerne nach.