Als nächstes React oder TypeScript lernen?

Ich denke, zuerst TypeScript und dann React mit TypeScript. Wobei ich beides quasi gleichzeitig machen würde, so kompliziert ist TS nicht und in Verbindung mit React hat man gleich etwas Übung.

React wird in vielen Firmen eingesetzt. Ich selbst habe mal einen Kurs mit React gemacht aber dann nie kommerziell eingesetzt. Ich verwende eigentlich nur Vue mit TS oder Vanilla JavaScript zur Wartung älterer Projekte.
 
Ich würde mich der Empfehlung anschließen, zuerst TypeScript zu lernen, bevor man sich in ein Framework stürzt. TypeScript sorgt einfach dafür, dass man von Anfang an sauberer strukturiert und viele Fehler schon beim Kompilieren statt erst zur Laufzeit auffallen. Wenn man dann React lernt, kann man die Komponenten direkt typisiert schreiben, das erspart später viel Refactoring. Aus eigener Erfahrung: Der Umstieg von reinem JavaScript auf TypeScript fühlt sich anfangs etwas bürokratisch an, zahlt sich aber schon nach wenigen Wochen aus, besonders wenn ein Projekt wächst oder im Team gearbeitet wird.
 
Welche Sprache sollte man für das Back-END verwenden?

Wenn ich Webdevelopment lerne, dann will ich FullStack lernen, fange aber natürlich mit
Front-END an.
 
Die Frage hättest du so nicht stellen sollen. Es kommt ganz darauf an, was du willst, was du kannst, welcher Zweck usw.. Also wenn die Frage so gestellt ist, gibt es keine richtige Antwort.
Da du TS lernen willst kannst du das aber auch für ein Backend verwenden. Für ein Lernprojekt ist das auf jeden Fall OK.

FullStack - das sind große Ambitionen. Das macht man nicht mit ein paar Kursen. Das sind Minimum 10 Jahre Berufserfahrung. Ein echter FullStack-Dev kann schon einiges: Front- und Backend, HTML, CSS, JS, TS, PHP, XML, DOM, Ajax, Web-APIs, Web-Architekturen, REST, GraphQL, SQL, NoSQL, Docker, Kubernetes, Datenbanken über SQL, Java, Quarkus, Rust, C/C++, ... und vor allem deren Konzepte sowie Security.
Ich mache das alles schon 20 Jahre und würde nicht irgendwo als FullStack auftreten - es gibt immer etwas, was man noch nicht kann oder eine Nische von der man keine Ahnung hat.
 
PHP ist z.B. absolut veraltet, das verwendet man nicht mehr.

Das Ziel ist umfangreiche und gute Websites zu entwickeln,
mit allem was dazugehört-

Für Fullstack braucht man doch kein Java, Rust, oder C/C++....
 
Zuletzt bearbeitet:
PHP ist z.B. absolut veraltet, das verwendet man nicht mehr.
Wordpress, Nextcloud, Laravel, ... , nur mal ein paar Beispiele. PHP treibt im Jahr 2026 nach wie vor über 75 Prozent aller Websites an. Laravel biete native Integrationen für KI-Agenten und Large Language Models (LLMs).
Ich bin kein PHP-Fan aber die Aussage ist peinlich und du solltest das löschen lassen.
 
Dann hat es jemand auf Youtube FALSCH erklärt.

btw: macht es Sinn, wenn man natürlich Java schon kann, das Framework Spring oder Spring Boot zu lernen?
Gibt es eine große Nachfrage nach diesem Framework?
 
btw: macht es Sinn, wenn man natürlich Java schon kann, das Framework Spring oder Spring Boot zu lernen?
Frameworks kommen und gehen. Mache einen Kurs oder etwas ähnliches. Wenn du dich bspw. irgendwo bewirbst, dann hast du einen Überblick, wenn dazu Fragen kommen oder wenn du dich für ein Framework entscheiden sollst.
Die Frage nach: Soll ich dies lernen oder soll das lernen? ist nicht relevant. Du lernst etwas wenn du es brauchst und einsetzt. Du kannst nicht auf Vorrat die ganze Welt "lernen" und weißt auch nicht was du später wirklich brauchst. Verschaff dir einen Überblick über möglichst viele Themen und lerne wie man an neue Dinge herangeht. Ein paar Grundlagen sind natürlich immer gut, der Rest kommt mit der Zeit.
Du merkst mit der Zeit was dir liegt und wofür du brennst - such die einen Job der zu dir passt und mache dich nicht passend für jeden Job.
 
aber du bist nicht Software-Engineer, Dev-Op und Datenbankentwickler gleichzeitig
Als Fullstack bist du das. Oft bleibt dir auch nichts weiter übrig. Du bist dann derjenige der den besten Überblick hat und alle Dinge regelt. Da kommen nicht 10 Spezialisten in das Projekt und beten die alles vor. Ein Fullstack ist für Full Stack zuständig. Full Stack hat keinen definierten Anfang oder definiertes Ende - das ist die Krux an: full/vollständig.
 
Also, ich mach das auch nicht gleichzeitig, sondern schön nacheinander. Server einrichten, während man gerade mit einem Ohr neue Anforderungen ermittelt, die DB optimiert, E-Mails beantwortet und programmiert... da kommt man immer so leicht durcheinander 😉
 
btw: macht es Sinn, wenn man natürlich Java schon kann, das Framework Spring oder Spring Boot zu lernen?
Da möchte ich mal unterstreichen, was @Oneixee5 geschrieben hat: Frameworks kommen und gehen. Lerne vorrangig die Dinge, die grundlegend sind und langfristig bleiben. Alles andere baut dann darauf auf, ist ggf. nur eine Anwendung davon und der Lernaufwand dafür ist dann sehr gering. Spring basiert auf Jakarta EE APIs. Jakarta EE ist eine Spezifikation, Spring ein Produkt. Sollte Spring sterben, interessiert das Jakarta EE nicht. Umgekehrt könnte das schon eher ein Problem werden.
 
Eine Fragestellung kommt einfach zu kurz: Wozu? Wo steht man und wo will man hin?

Ich selbst sehe es kritisch, wenn jemand versucht, ganz viel abzudecken. Da hat man am Anfang zwar in vieles hinein geschnuppert aber wirklich können kann er nichts. Als Junior mag das ok sein - man zeigt sein großes Interesse am Lernen. Aber dennoch: Das ist in meinen Augen problematisch.

Ich schaue auch gerne auf die Erfahrung: Was hat Jemand denn schon gemacht? Gibt es irgend welche Projekte? Das ist gerade jetzt mit KI wichtig, denn die Entwicklungszeiten kleinerer Anwendungen ist dadurch drastisch gesunken. Und das klappt ohne wirklich tiefes WIssen.

Was aber ganz wichtig ist, ist tatsächlich das Wissen zu Konzepten, zu dem wieso und warum. Du musst den Überblick selbst haben. Das endgültige Doing ist fast egal. Das macht letzten Endes die KI. Du musst es aber bewerten können und Du musst der KI sagen, was diese wie zu tun hat.

Daher kann ich nur unterstreichen, was @Oneixee5 und @mihe7 geschrieben haben. Das generelle Verständnis ist wichtig. Wieso, weshalb, warum? Was sind die Konzepte? Wieso haben die Konzepte es denn so gemacht, wie sie es machen? Das Verständnis ist wichtig. Und das gilt an so vielen Stellen. Die Programmiersprache ist da fast nebensächlich. Selbst das verwendete Framework.

Und daher kommt der Punkt, den ich immer gerne bringe: Statt ganz viele Dinge nur oberflächig zu behandeln: Vertiefe etwas. Das "Ich habe ein einfaches Backend mit Spring Boot gebaut und habe da paar 08/15 Dinge aus Tutorials umgesetzt" ist nicht viel wert. Da aufzuhören, ist fatal. Da ist so viel, das zu vertiefen ist:
Zugriffe auf Datenbanken als ein Thema: Wirst Du haben. Einfache Entity Klasse mit einem Repository Interface hat fast jedes Tutorial. Aber was gibt es denn da alles? Wie hängt es zusammen? @Query und @NamedQuery sind ein erster Anfang aber dann will man das Projekt vertiefen und dann kommen auch Dinge auf wie Update Installationen und so ... Dann kommen Dinge wie Liquibase oder so ins Spiel ....
Da lässt sich also viel vertiefen. Und das ist in jedem Thema so: Man bietet ja ggf. Daten nach aussen an und will die dann auch konsumieren. Da muss man dann Services autorisieren untereinander.... Da hat man dann sofort Dinge wie die Kommunikation untereinander, Berechtigungsmöglichkeiten, .... Man kann so viel vertiefen. Und da kommt einiges an Komplexität zusammen, denn letzten Endes hast Du dann Microservices, die teilweise untereinander berechtigt werden müssen. Du hast dann einen Identity Server der User und Clients identifizieren kann. Du hast unterschiedliche Berechtigungsmodelle a.la. User A greift auf Service S zu und dann wird diese Berechtigung von User A verwendet um Service T anzufragen. Oder bei einer anderen Sache hat der user Rechte bei S und die Anfrage vom Service S an Service T läuft über die Rechte von S.
Diese Beispiele zeigen schon so viel auf, was da alles angesprochen wird: Du hast die Architektur, Designfragen (DDD vermutlich), die Services sollen irgendwie laufen (evtl. Docker, Testcontainer, ....), schnell kommt z.B. Keycloak aber dann muss man die Rechte strukturieren und so ...
Und auch Frontend ist doch nicht anders. Da gibt es auch so viel. Angefangen von Generierung von Interfacecode dank OpenAPI über UI/UX Themen wie Barrierefreiheit bin hin zu den ganzen Security Themen, Protokollen, ...

Ich selbst sehe da diesen Ansatz von Fullstack sehr kritisch. Du fragst sogar noch "welche Sprache im Backend". Das interessiert eher weniger. Interessant ist, ob Du die Konzepte verstanden hast. Jemand, der die Konzepte hinter einer Sprache verstanden hat, der hat wenig Probleme andere Sprachen zu nutzen, die diese Konzepte auch umsetzen. Du kannst da nicht schnell Code schreiben, weil Du die Syntax nicht gut genug kennst, aber das macht die KI für Dich (um es etwas übertrieben darzustellen).

Also wenn ich meine Sicht in wenigen Worten zusammen fassen wollte: Höre nicht nach ein paar Tutorials / einem Kurs auf. Vertiefe und versuche Hintergründe zu verstehen, statt dich immer neuen Themen zuzuwenden. Neue Themen kommen, aber vertiefe diese auch direkt richtig.
 

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