Habe das erste Buch komplett und das zweite bis zum Kapitel 10 Ein- und Ausgabe durchgemacht und muss hier und jetzt eine Entscheidung treffen, dieses Konzept fürs erste ruhen zu lassen und mich nach anderen Lehrmitteln umzuschauen, weil ich die Aufgabenstellung, bzw. die Lösungswege nicht nachvollziehen kann und auch nirgendwo Hilfe zum Thema finde.
Kurz zu mir: noch nie programmiert, keine Grundkenntnisse.
Da Java als Sprache feststand, fand ich nach längeren Suche im Netz den Java-Hamster.
Das Konzept sah für ein totalen Anfänger gut aus, so beschloß ich mich da einzuarbeiten.
Angefangen habe ich irgendwann Anfang Mai.
Was ist ein Java-Hamster?
Orig.Webseite: http://www.java-hamster-modell.de/index2.html
Es gib mehrere Bücher von Herr Dr.-Ing. Dietrich Boles zum Thema so wie ein Simulator.
Die Bücher gibt es als PDF zum Download so wie den Simulator auch.
Grundsätzlich sollte man sich nicht vom Namen täuschen lassen, denn
in diesen Bücher wird nicht Java gelehrt, sondern die Grundsätze der
imperativen und objektorientierten Programmierung vorgestellt und geübt.
Auch der Simulator ist an Java-Sprache angelehnt und stellt keine "echte" Umgebung dar.
Pro:
Grundsätzlich bin ich von dem Konzept überzeugt.
Das erste Buch greift als erstes das imperative Programmieren auf und darin werden
Themen wie Anweisungen und Programme, Prozeduren und Funktionen, Auswahlanweisungen, Wiederholungsanweisungen, boolesche Funktionen und Variablen,
Zahlen Variablen und Ausdrücke, Funktionsparameter und Rekursion vorgestellt und besprochen. Das zweite Buch greift Themen wie Objekte, Klassen und erweiterte Klassen, Vererbung, Arrays, Zeichenketten, Polymorphie und dynamisches Binden, abstrakte Klassen und Interfaces, Exceptions, Zugriffsrechte und Pakete, generetische Klassen, auf.
Jedes Kapitel ist eine Erweiterung und baut auf das vorherige auf.
Durch die ganze Buchreihe ist ein sehr deutlicher roter Faden zu erkennen:
das Konzept ist schnell erklärt: man führt den Hamster zum Korn.
Man lern spielerisch den Umgang bzw. den richtigen Einsatz von Variablen,
lernt viel über Klassen und deren Erweiterung, Arrays und die Einsatzgebiete,
Vererbung, Getter und Setter usw.
Nach jedem Kapitel folgen drei Beispielprogramme und einige Aufgaben, in welchen
das Gelernte geübt werden soll. Die Beispielprogramme sind gut erklärt und zeigen
die Möglichkeiten der Lösungswege auf(mit Vorbehalt).
Der Simulator bietet ein Debugger an, ebenso bietet es Javascript, PAP, Python, Ruby
und Scratch an. Ebenso gibt es den Java-Hamster für BlueJ.
Es ist selbst erklärend und sehr minimalistisch gehalten.
Zum Simulator gibt es ein Benutzerhandbuch und eine sehr einfache API.
Ebenso ist ein Ordner mit den Beispielprogrammen zu allen Bücher der Hamster-Reihe,
insgesamt drei, mit an Bord und man muss es nicht unbedingt abtippen.
Kurz um: ich finde, dass dieses Konzept für absoluten Anfänger mit das Beste ist und
wie ich weiter unten schreibe, wird das Potenzial leider wieder verspielt!
Contra:
Der dicke Kratzer im Lack: die fehlenden Lösungen, teilweise überzogener Schwierigkeitsgrad,
und die unausgereifte Schrittfunktion des Simulators.
Auch wenn meine Meinung mit der des Autors größtenteils übereinstimmt,
wenn es darum geht, dass Anfänger oft gleich zu den Lösungen greifen, bevor diese
das Hirn aktivieren und diese Tatsache dem Lernerfolg oft im Weg steht, so hat auch dieses
Vorgehen ein Nachteil und zwar den, dass man nie wirklich weiß, ob man hier und da
das Gelernte auch richtig umgesetzt hat. Zumal einige Aufgaben teils zu schwer sind und
mit den Mitteln, welche man bis zu dem Kapitel gelernt hat, unmöglich zu lösen scheinen.
(auch nach einigen Kapitel danach). Eventuell ist es die Eigenart des Autors, den Leser
dadurch zu motivieren weiter zu lesen, bei mir jedoch führte dies des öffteren zum Frust
und kostete Motivation. Es fehlt an Vielfalt der Lösungsmöglichkeiten, welche einem
Anfänger nicht in den Sinn kommen können, mir jedenfalls sind keine gekommen.
Kurz um: der Autor schiest mit den Aufgaben oft über das Ziel hinaus
und verliert dort den Bezug zu jenen, für die er diese Bücher geschrieben hat:
Menschen ohne Vorkenntnisse. So werden hier und da Aufgaben gestellt, nach dem Motto:
"Ich zeigte dir, wie man den Arm bewegt, nun meistere die Hindernisbahn".
Meiner Meinung nach Unnötig!
Mit der Zeit entwickelte ich eine gewisse Abneigung der Vorgehensweise gegenüber,
welche hier und jetzt den Höhepunkt erlangte und ich mich nach einer besseren Lektüre
umzusehen beschlossen habe.
Ebenso ist die Schrittfunktion des Simulators nicht ausgereift, sprich wenn man mehrere
Klassen hat und Schritt für Schritt das Vorgehen beobachten möchte, bleibt dieser an einigen
Stellen hängen, sehr gerne dort, wo man auf die Methoden der anderen Klasse zugreift,
und es geht dann nicht weiter. Im Normaldurchlauf funktioniert es jedoch wie gewohnt.
Auch die Beispielprogramme, welche mit dem Simulator mitgeliefert worden sind,
sind davor nicht geschützt. (Abhilfe schafft nur das Zusammenpacken in eine Datei und auch hier nicht immer).
Da diese Bücher zum Selbststudium und für totale Anfänger angepriesen werden, ist es
meiner Meinung nach selbstverständlich, dass man dazu Lösungen anbietet.
Schon allein der Vielfalt der Lösungswege wegen. Meine Recherche ergab, dass es keine Lösungen mehr gibt. Ebenso ergab die Recherche, dass genau aus diesem Grund viele dieses Konzept nicht weiter verfolgen. Bis auf wenige Seiten im Netz gibt es auch kein Support und die meisten "Tutorials"
a) nur das gelesene wiedergeben, ohne dies an eigenen Beispielen aufzuzeigen
b) nur die Themen behandeln, welche selbsterklärend sind.
und in den meisten Foren dieses Konzept eher eine Randerscheinung ist.
Man steht allein auf weiter Flur.
Java-Hamster Forum: https://freizeitkreis-bl.de/phpBB3/
Ich kann Interessenten dieses Forum empfehlen.
Der Administrator bietet hier viele eigene Aufgaben mit Erklärungen und Lösungen an.
Alles sehr hübsch gemacht, mit Videosequenzen und Downloadmöglichkeiten.
Da ich dort Mitglied bin, habe ich alle Aufgaben, die ich in den Bücher Hamster 1&2 lösen konnte, hochgeladen so, dass es zu den meisten Aufgaben ein Video und den Code samt Klassen usw. gibt. Auch wenn es Disziplin erfordert nicht nachzuschauen und erst mal selbst die Aufgabe zu lösen, so wünschte ich mir oft, ich hätte hier und da eine Inspirationsquelle und da es dazu keine Lösungen mehr gibt, ist es einmal mehr der Grund.
Zu den Aufgaben gilt natürlich eins: diese sind von einem Anfänger gelöst (mir) und entsprechen nicht immer dem Gelernten des jeweiligen Kapitels. Daher sollte dies eher der Vielfalt der Lösungswege und weniger als Lehrmaterial betrachtet werden.
Fazit
Wenn man vom Programmieren keine Ahnung hat und die Grundsachen wirklich lernen will,
empfehle ich diese Bücher, vor allem das erste Buch/imperative Programmierung, sich mal anzuschauen. Im Vergleich zu einigen bekannten Bücher wirkt der Lernstoff wesentlich übersichtlicher und einfacher gestaltet. Zudem kann man durch das einfache Programm (ohne Klassen) schrittweise gehen, um zu sehen, was da genau passiert.
Einige Themen sind gut erklärt, andere zeigen auf, dass man ab einem bestimmten
Bildungsgrad den Bezug zu den Anfängern verliert und auf einem Level denkt, den man als Anfänger erst erreichen muss. Ich empfand es eher als hinderlich und demotivierend und wünschte mir oft anstelle irgendwelcher Spiele die nähere Erläuterung von Enums oder das Erstellen der eigenständigen Klassen, mehr einfache Beispiele von Arrays, abstrakten Klassen und Interfaces, kurz um grundsätzlich mehr einfachere! Beispiele.
So bleibt ein Nachgeschmack, dass dieses wunderbare Konzept das Potenzial nicht voll ausschöpft, sondern verspielt!
Jedoch urteilt selbst, eventuell ist es der Ansporn, den ein oder anderer sucht.
Da dieses Material frei für jeder Mann zu Verfügung steht, ist einzig die Zeit, die man hier
investieren muss.
LG Javinner
Kurz zu mir: noch nie programmiert, keine Grundkenntnisse.
Da Java als Sprache feststand, fand ich nach längeren Suche im Netz den Java-Hamster.
Das Konzept sah für ein totalen Anfänger gut aus, so beschloß ich mich da einzuarbeiten.
Angefangen habe ich irgendwann Anfang Mai.
Was ist ein Java-Hamster?
Orig.Webseite: http://www.java-hamster-modell.de/index2.html
Es gib mehrere Bücher von Herr Dr.-Ing. Dietrich Boles zum Thema so wie ein Simulator.
Die Bücher gibt es als PDF zum Download so wie den Simulator auch.
Grundsätzlich sollte man sich nicht vom Namen täuschen lassen, denn
in diesen Bücher wird nicht Java gelehrt, sondern die Grundsätze der
imperativen und objektorientierten Programmierung vorgestellt und geübt.
Auch der Simulator ist an Java-Sprache angelehnt und stellt keine "echte" Umgebung dar.
Pro:
Grundsätzlich bin ich von dem Konzept überzeugt.
Das erste Buch greift als erstes das imperative Programmieren auf und darin werden
Themen wie Anweisungen und Programme, Prozeduren und Funktionen, Auswahlanweisungen, Wiederholungsanweisungen, boolesche Funktionen und Variablen,
Zahlen Variablen und Ausdrücke, Funktionsparameter und Rekursion vorgestellt und besprochen. Das zweite Buch greift Themen wie Objekte, Klassen und erweiterte Klassen, Vererbung, Arrays, Zeichenketten, Polymorphie und dynamisches Binden, abstrakte Klassen und Interfaces, Exceptions, Zugriffsrechte und Pakete, generetische Klassen, auf.
Jedes Kapitel ist eine Erweiterung und baut auf das vorherige auf.
Durch die ganze Buchreihe ist ein sehr deutlicher roter Faden zu erkennen:
das Konzept ist schnell erklärt: man führt den Hamster zum Korn.
Man lern spielerisch den Umgang bzw. den richtigen Einsatz von Variablen,
lernt viel über Klassen und deren Erweiterung, Arrays und die Einsatzgebiete,
Vererbung, Getter und Setter usw.
Nach jedem Kapitel folgen drei Beispielprogramme und einige Aufgaben, in welchen
das Gelernte geübt werden soll. Die Beispielprogramme sind gut erklärt und zeigen
die Möglichkeiten der Lösungswege auf(mit Vorbehalt).
Der Simulator bietet ein Debugger an, ebenso bietet es Javascript, PAP, Python, Ruby
und Scratch an. Ebenso gibt es den Java-Hamster für BlueJ.
Es ist selbst erklärend und sehr minimalistisch gehalten.
Zum Simulator gibt es ein Benutzerhandbuch und eine sehr einfache API.
Ebenso ist ein Ordner mit den Beispielprogrammen zu allen Bücher der Hamster-Reihe,
insgesamt drei, mit an Bord und man muss es nicht unbedingt abtippen.
Kurz um: ich finde, dass dieses Konzept für absoluten Anfänger mit das Beste ist und
wie ich weiter unten schreibe, wird das Potenzial leider wieder verspielt!
Contra:
Der dicke Kratzer im Lack: die fehlenden Lösungen, teilweise überzogener Schwierigkeitsgrad,
und die unausgereifte Schrittfunktion des Simulators.
Auch wenn meine Meinung mit der des Autors größtenteils übereinstimmt,
wenn es darum geht, dass Anfänger oft gleich zu den Lösungen greifen, bevor diese
das Hirn aktivieren und diese Tatsache dem Lernerfolg oft im Weg steht, so hat auch dieses
Vorgehen ein Nachteil und zwar den, dass man nie wirklich weiß, ob man hier und da
das Gelernte auch richtig umgesetzt hat. Zumal einige Aufgaben teils zu schwer sind und
mit den Mitteln, welche man bis zu dem Kapitel gelernt hat, unmöglich zu lösen scheinen.
(auch nach einigen Kapitel danach). Eventuell ist es die Eigenart des Autors, den Leser
dadurch zu motivieren weiter zu lesen, bei mir jedoch führte dies des öffteren zum Frust
und kostete Motivation. Es fehlt an Vielfalt der Lösungsmöglichkeiten, welche einem
Anfänger nicht in den Sinn kommen können, mir jedenfalls sind keine gekommen.
Kurz um: der Autor schiest mit den Aufgaben oft über das Ziel hinaus
und verliert dort den Bezug zu jenen, für die er diese Bücher geschrieben hat:
Menschen ohne Vorkenntnisse. So werden hier und da Aufgaben gestellt, nach dem Motto:
"Ich zeigte dir, wie man den Arm bewegt, nun meistere die Hindernisbahn".
Meiner Meinung nach Unnötig!
Mit der Zeit entwickelte ich eine gewisse Abneigung der Vorgehensweise gegenüber,
welche hier und jetzt den Höhepunkt erlangte und ich mich nach einer besseren Lektüre
umzusehen beschlossen habe.
Ebenso ist die Schrittfunktion des Simulators nicht ausgereift, sprich wenn man mehrere
Klassen hat und Schritt für Schritt das Vorgehen beobachten möchte, bleibt dieser an einigen
Stellen hängen, sehr gerne dort, wo man auf die Methoden der anderen Klasse zugreift,
und es geht dann nicht weiter. Im Normaldurchlauf funktioniert es jedoch wie gewohnt.
Auch die Beispielprogramme, welche mit dem Simulator mitgeliefert worden sind,
sind davor nicht geschützt. (Abhilfe schafft nur das Zusammenpacken in eine Datei und auch hier nicht immer).
Da diese Bücher zum Selbststudium und für totale Anfänger angepriesen werden, ist es
meiner Meinung nach selbstverständlich, dass man dazu Lösungen anbietet.
Schon allein der Vielfalt der Lösungswege wegen. Meine Recherche ergab, dass es keine Lösungen mehr gibt. Ebenso ergab die Recherche, dass genau aus diesem Grund viele dieses Konzept nicht weiter verfolgen. Bis auf wenige Seiten im Netz gibt es auch kein Support und die meisten "Tutorials"
a) nur das gelesene wiedergeben, ohne dies an eigenen Beispielen aufzuzeigen
b) nur die Themen behandeln, welche selbsterklärend sind.
und in den meisten Foren dieses Konzept eher eine Randerscheinung ist.
Man steht allein auf weiter Flur.
Java-Hamster Forum: https://freizeitkreis-bl.de/phpBB3/
Ich kann Interessenten dieses Forum empfehlen.
Der Administrator bietet hier viele eigene Aufgaben mit Erklärungen und Lösungen an.
Alles sehr hübsch gemacht, mit Videosequenzen und Downloadmöglichkeiten.
Da ich dort Mitglied bin, habe ich alle Aufgaben, die ich in den Bücher Hamster 1&2 lösen konnte, hochgeladen so, dass es zu den meisten Aufgaben ein Video und den Code samt Klassen usw. gibt. Auch wenn es Disziplin erfordert nicht nachzuschauen und erst mal selbst die Aufgabe zu lösen, so wünschte ich mir oft, ich hätte hier und da eine Inspirationsquelle und da es dazu keine Lösungen mehr gibt, ist es einmal mehr der Grund.
Zu den Aufgaben gilt natürlich eins: diese sind von einem Anfänger gelöst (mir) und entsprechen nicht immer dem Gelernten des jeweiligen Kapitels. Daher sollte dies eher der Vielfalt der Lösungswege und weniger als Lehrmaterial betrachtet werden.
Fazit
Wenn man vom Programmieren keine Ahnung hat und die Grundsachen wirklich lernen will,
empfehle ich diese Bücher, vor allem das erste Buch/imperative Programmierung, sich mal anzuschauen. Im Vergleich zu einigen bekannten Bücher wirkt der Lernstoff wesentlich übersichtlicher und einfacher gestaltet. Zudem kann man durch das einfache Programm (ohne Klassen) schrittweise gehen, um zu sehen, was da genau passiert.
Einige Themen sind gut erklärt, andere zeigen auf, dass man ab einem bestimmten
Bildungsgrad den Bezug zu den Anfängern verliert und auf einem Level denkt, den man als Anfänger erst erreichen muss. Ich empfand es eher als hinderlich und demotivierend und wünschte mir oft anstelle irgendwelcher Spiele die nähere Erläuterung von Enums oder das Erstellen der eigenständigen Klassen, mehr einfache Beispiele von Arrays, abstrakten Klassen und Interfaces, kurz um grundsätzlich mehr einfachere! Beispiele.
So bleibt ein Nachgeschmack, dass dieses wunderbare Konzept das Potenzial nicht voll ausschöpft, sondern verspielt!
Jedoch urteilt selbst, eventuell ist es der Ansporn, den ein oder anderer sucht.
Da dieses Material frei für jeder Mann zu Verfügung steht, ist einzig die Zeit, die man hier
investieren muss.
LG Javinner