JAVA im Beruf

pl4gu33

Top Contributor
Hey,... also ich habe noch keine großartigen Erfahrungen mit fremden Code/Programmen und habe nun ein Projekt übernommen, was ich nebenbei erweitern kann, wo mir sehr viel freie Hand gelassen wird, wie ich was programmiere oder umsetze. Nun wollte ich mal wissen, wie das so im Beruf aussieht, also bei dem Programm, was ich übernommen habe, haben viele Studenten dran gearbeitet man sieht verschiedene Umsetzungsstile, viele verschiedene auch sehr "komische" Umsetzungsarten, verschiedene Arten zu kommentieren etc.! Wie sieht das später im Beruf aus, wenn man dort als Programmierer anfängt,ob es da ähnliche Fälle gibt, ob es dort strenge coding conventions gibt, ob das eher auf die Firmen an kommt, was bekommt man gerade als "Neuling" nach dem Studium zu tun (als Neuling meinte ich jetzt nicht in der Sprache JAVA sondern Berufseinsteiger nach dem Studium, klar kommt es da auch drauf an, was man alles im Studium gelernt hat😉) etc.
Wäre für ein paar Informationen aus eurer Erfahrung dankbar 🙂

ps. hoffe das ist das richtige Forum dafür, wenn nicht verschieben 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei größeren Projekten gibts auf jeden Fall Coding Conventions und Vorgaben, welche Techniken einzusetzen sind. Außerdem bist du nicht der einzige der deinen Code liest (Senior Entwickler, Tester, usw.). Das ist schon was anderes als Code von einem Praktikanten, bei dem es hauptsächlich drum ging, sich überhaupt mal in bestimmte Frameworks, Sprachen und ein professionelles Umfeld einzufinden. Zumal diese Projekte, wie du sie da übernommen hast, sowieso eine Sache für sich sind. Die werden im Prinzip nur von einem Studenten zum nächsten weitergereicht. Jeder bastelt da nach seinen Fähigkeiten dran rum. Aber ein Praktikum ist viel zu kurz, als dass aus sowas je mal was fertiges werden kann, außer es kommt mal ein absoluter Überflieger vorbei, der den Code mal rigoros entmistet, damit er anschließend von einer richtigen Entwicklungsabteilung weiterentwickelt werden kann. Aber so wie du das beschreibst, dürfte das Projekt eh schon auf dem besten Weg zum Status "Zombie" zu sein ;-) Und die Situation wird mit jedem weiteren Studenten auch nicht gerade besser....
 
Bei größeren Projekten gibts auf jeden Fall Coding Conventions und Vorgaben, welche Techniken einzusetzen sind. Außerdem bist du nicht der einzige der deinen Code liest (Senior Entwickler, Tester, usw.). Das ist schon was anderes als Code von einem Praktikanten, bei dem es hauptsächlich drum ging, sich überhaupt mal in bestimmte Frameworks, Sprachen und ein professionelles Umfeld einzufinden. Zumal diese Projekte, wie du sie da übernommen hast, sowieso eine Sache für sich sind. Die werden im Prinzip nur von einem Studenten zum nächsten weitergereicht. Jeder bastelt da nach seinen Fähigkeiten dran rum. Aber ein Praktikum ist viel zu kurz, als dass aus sowas je mal was fertiges werden kann, außer es kommt mal ein absoluter Überflieger vorbei, der den Code mal rigoros entmistet, damit er anschließend von einer richtigen Entwicklungsabteilung weiterentwickelt werden kann. Aber so wie du das beschreibst, dürfte das Projekt eh schon auf dem besten Weg zum Status "Zombie" zu sein ;-) Und die Situation wird mit jedem weiteren Studenten auch nicht gerade besser....

achso nein, das Projekt wird in ganz Deutschland zur Schulung benutzt, also es ist schon etwas richtiges, was eingesetzt wird und auch funktioniert, bloß kommt es in diesem Falle der Anwenderfirma eher auf Funktion an, da sie keine eigenen Programmierer haben und da kommen die Studenten ins Spiel (was ja gerade zu "übungszwecken" nicht schlecht ist 😉

es war mal ein Projekt is halt etwas mehr draus geworden, aber es unterliegt keinen strengen Aufsichten,... vielleicht hab ichs auch zu schwarz beschrieben, wollte damit nur verdeutlichen, dass es schon von vielen Studenten weiterentwickelt wurde (natürlichen nicht von einem im ersten Semester 😉) und man das auch sieht und klar ist es kein Programm, wo unmengen von Geld und "Profi-" Programmierer hinterstecken 😉

nur wollte ich halt mal wissen, wie das dann später im Berufsleben bei "richtiger" Software aussieht, weil ich auch mal hört hab, dass man dort vieles versucht "einfach" zu regeln etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du Berufseinsteiger bist wird sicherlich einer der erfahrenen Kollegen über den Code schauen und dir Hinweise geben. Üblicherweise überlässt man die Formattierung komplett der IDE und verwendet Firmen- oder Team Formatting Templates.
Bei professioneller Softwareentwicklung kommt sind üblicherweise Unit Tests sehr wichtig und es kommen verschiedene Code Metriken zum Einsatz um Qualität sicherzustellen.
Aber das ist alles sehr firmenspezifisch.
 
Kann Wildcard nur zustimmen.
"Standards" sind in vielen Projekten: Eclipse IDE, Code Formatter mit Checkstyle, Kommentarpflicht, Sprache Eng.
Viel wird dann durch Senior Entwickler vorgegeben, z.B. "wie" etwas umgesetzt werden soll, oder Richtlienen bezüglich der Art der Umsetzung (Beispiel: "1 Projekt darf wenn möglich KEINE Switch Anweisungen verwenden")

Code Reviews kommen auch oft vor, da kann es passieren das man alles nochmal machen darf 😉

Neben dem Entwickeln von Software musst du noch Kunden CRs "verstehen“, dich mit der QS ärgern, Bug Tracking Tools benutzen (HPQC, Mantis, Mylyn, ...), dich ums SVN kümmern (Mergen, Branches anlegen.) Code anderer Entwickler Reviews, Dokumentationen, Spezifikationen schreiben, Datenbanken + Server einrichten / betreuen, dich um die Builds kümmer uvm.
 

Zurück
Oben