Android Studio notwendig oder sinnvoll?

Nash

Neues Mitglied
Hallo zusammen und erst einmal ein frohes neues Jahr!
Das ist kein guter Vorsatz von mir sondern ich wollte mich schon länger mal ausprobieren und simple Apps programmieren.
Mir gehts hier vor allem um ein Projekt wo ich selber Interesse habe und nebenbei Fertigkeiten in Java aneigne.

Laut meiner Recherche brauche ich folgendes:
- Einen Texteditor
- Java Development KIt
- Java Runtime Environment zum Kompilieren

Auf chip.de wird allerdings vor allem Android Studio empfohlen zusammen mit dem Runtime Environment.
Heißt das, dass ich mir mit dem Android Studio die Installation vom Development Kit und dem Texteditor (dachte an Notepad++) spare?

Sorry, dass es absolute Anfängerfragen sind.
Meine bisherige Programmiererfahrung beschränkt sich auf absolute Grundlagen in C++ und Matlab (zwar keine Sprache aber habe da viel Erfahrung mit dem logischen Aufbau von Schleifen etc.)
Mir ist bewusst, dass ich hier viel lernen muss aber ich habe auch keine unrealistischen Erwartungen dass ich in zwei Monaten fertige Apps habe.

Eine grundsätzliche Frage aus Interesse: Ist man bei der Auswahl von Programmen für die Entwicklung eingeschränkt wenn die App später mal kommerziell genutzt werden soll?
Keine Sorge bin absoluter Noob und mir dessen bewusst aber nichtsdestotrotz wollte ich da mal bei euch Experten nachhören.

Vielen Dank im Voraus und auf ein hoffentlich besseres 2021!
 
Mir ist nicht ganz klar, was Du unter Apps verstehst. Meinst Du irgendwelche Java-Anwendung zur Ausführung auf einem PC oder meinst Du Android-Apps?

In jedem Fall würde ich Dir empfehlen, erstmal mit Java zu beginnen und wenigstens einmal eine Datei (oder gar mehrere) per Hand zu übersetzen und auf der Befehlszeile auszuführen. Nur, damit Du weißt, was da im Hintergrund so abläuft (das könnte sich mit Deinen C++-Erfahrungen decken, je nachdem, was Du gemacht hast). Danach solltest Du aber eine IDE verwenden. Welche, ist eigentlich egal, das kannst Du Dir nach persönlichem Gusto aussuchen.

Solltest Du aber Android-Apps schreiben wollen, brauchst Du etwas mehr (z. B. Android SDK und Tools). Hier empfiehlt sich das Android-Studio. Das wäre das sorglos-Paket. Tatsächlich ist alles auch mit einem Texteditor und auf der Befehlszeile möglich.

Zum Kompilieren brauchst Du übrigens ein JDK. In dem ist das JRE enthalten. Ich würde Dir auch einen freien OpenJDK-Build empfehlen (OpenJDK, AdoptOpenJDK, Builds von Azul und Bellsoft).

Ist man bei der Auswahl von Programmen für die Entwicklung eingeschränkt wenn die App später mal kommerziell genutzt werden soll?
Was heißt eingeschränkt? Mit welchem Editor/welcher IDE Du den Quelltext schreibst, spielt keine Rolle. Oracle nimmt für sein JDK Lizenzgebühren (Support). Ansonsten musst Du natürlich die Lizenzbestimmung von Bibliotheken beachten, die Du zusätzlich einbindest.
 
Diese Frage gibt es öfters mal:


und auch viele Blogs dazu.

Meine Einschätzung ist aber, dass es anfangs ohne das Android Studio zu kompliziert wird, eine App zu entwickeln.

Laut meiner Recherche brauche ich folgendes:
- Einen Texteditor
- Java Development KIt
- Java Runtime Environment zum Kompilieren
Du hast das AndroidSDK noch vergessen...
 
Es gibt eher ein paar andere Einschränkungen auf Nutzerseite, spez. wenn (irgendwann, z.B. nach einem Update) eine Mindest-Android Version verlangt wird und das jeweilige Endgerät diese nicht erfüllt: dann funktioniert die App entweder gar nicht (mehr) oder nur mit (starken) Einschränkungen. Installation, Betrieb und Programmierung von und mit Android Studio lassen sich -erfahrungsgemäss- mit einer leistungsfähigen Internetverbindung übrigens besser (oder überhaupt sinnvoll) durchführen.
 
Was heißt eingeschränkt? Mit welchem Editor/welcher IDE Du den Quelltext schreibst, spielt keine Rolle.
z.B. Jetbrains hat Einschränkungen für die Studenten-Lizenzen und für die Lizenzen für Opensource-Projekte, die darf man nicht für kommerzielle Projekte nutzen.


Installation, Betrieb und Programmierung von und mit Android Studio lassen sich -erfahrungsgemäss- mit einer leistungsfähigen Internetverbindung übrigens besser (oder überhaupt sinnvoll) durchführen.
Das gilt allerdings für alles, wo man relativ viel installieren muss – man muss halt warten bis die X Gb heruntergeladen sind. Wenn das aber einmal gemacht ist, kann man auch problemlos ohne Internetverbindung weiter machen.
 
z.B. Jetbrains hat Einschränkungen für die Studenten-Lizenzen und für die Lizenzen für Opensource-Projekte, die darf man nicht für kommerzielle Projekte nutzen.
Das betrifft dann aber auch nur die kommerziellen Lizenzen / Produkte. Also z.B. IntelliJ Ultimate. Da Du hier so pauschal "Jetbrains" erwähnst möchte ich nur einmal explizit erwähnen: Die Community Edition ist frei und Open Source (Apache 2.0 Lizenz).

Und wenn Du die Ultimate Edition vergünstigt oder gar kostenlos haben willst, dann sind da halt ggf. auch Einschränkungen mit verbunden. das sind dann aber Dinge, die man nicht einfach so versehentlich herunter laden kann um dann irgendwann ganz erstaunt vor den Kadi gezogen zu werden ....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das betrifft dann aber auch nur die kommerziellen Lizenzen / Produkte. Also z.B. IntelliJ Ultimate. Du Du hie so pauschal "Jetbrains" erwähnst möchte ich nur einmal explizit erwähnen: Die Community Edition ist frei und Open Source (Apache 2.0 Lizenz).

Und wenn Du die Ultimate Edition vergünstigt oder gar kostenlos haben willst, dann sind da halt ggf. auch Einschränkungen mit verbunden. das sind dann aber Dinge, die man nicht einfach so versehentlich herunter laden kann um dann irgendwann ganz erstaunt vor den Kadi gezogen zu werden ....
Ah, ja, natürlich, das gilt nur für die kommerziellen Produkte von Jetbains. Dachte durch das Erwähnen der Lizenzen ist's klar genug, aber für Außenstehende ist der explizite Hnweis wohl besser 🙂
 

Zurück
Oben