Argument bei Methode .toArray()

Hein_nieH

Bekanntes Mitglied
Hallo,

ich habe mal eine Verständnisfrage bei der Methode toArray.
In einem Programmbeispiel habe ich etwa so etwas gefunden.

List<String> arrList=new ArrayList<String>();
arrString=arrList.toarray( new String[]{} );

Meine Frage: Wie ist das Argument , also ein Stringarray, new String[]{} in der Methode toArray zu interpretieren?
In der Literatur habe ich nichts gefunden. Dort enthält die Methode toArray keine Argumente.

Kann mir jemand weiterhelfen?
Gruss Hein_nieH
 
Welche Dokumentation hast Du angeschaut? Wichtig ist die Dokumentation des Frameworks von Oracle. Und da gibt es dann zwei toArray Funktionen.
https://docs.oracle.com/javase/7/docs/api/java/util/List.html#toArray(T[])

Und da wird das Argument auch beschrieben:
a - the array into which the elements of this list are to be stored, if it is big enough; otherwise, a new array of the same runtime type is allocated for this purpose.

Und die Implementation ist dann Unsinn. Ein neues leeres Array zu erzeugen bringt ja nichts.
 
Hallo,
danke für die Antworten.
Verstehe ich das richtig. Es würde auch funktionieren, wenn ich der Methode toArray kein Argument übergebe?
Gruss Hein_nieH
 
Meine Frage: Wie ist das Argument , also ein Stringarray, new String[]{} in der Methode toArray zu interpretieren?
In der Literatur habe ich nichts gefunden. Dort enthält die Methode toArray keine Argumente.

Java Geschichte Unterricht: Mit Java 5 wurden Generics eingeführt. Da Java aber Abwärtskompatibel bleiben sollte, wurden Generics nur zur Compiler-Zeit eingführt. Es folgt: Während der Laufzeit kenn man den Typ der z.B. bei einer List<T> eingführt wurde nicht (Die Elemente in der Liste selbst wissen, was sie selbst für ein Typ haben!). Diese Technik nennt sich dann Type Erasure. Bei vielen gehasst hat es trotzdem ein Berechtigungsdasein, da es nur selten Anwendungsfälle gibt, wo man den generischen Typ selbst braucht.

(FYI: .NET hat hingegen den generischen Typ auch zur Laufzeit parat)

Jetzt zu deiner Frage mit dem Hintergrundwissen, dass ich eben gegeben habe:
Java:
List<String> strings = Arrays.asList("a", "b", "c");
wird während der Laufzeit zu
Java:
List<Object> strings = ...;
und genauer fällt der Typ dann auch weg und es sieht so aus:
Java:
List strings = ...;

Jetzt hast du zwei Optionen, die auch in der JRE/JDK gegeben sind:
- Du erhälst ein Object[] zurück mit der Methode strings.toArray();
- Oder du gibst ein Array mit dem richtigen Runtimetyp mit. Das gibt dem JVM jetzt die Möglichkeit via Reflection ein neues Array mit der richtigen Länge und Typ - falls nicht mitgeliefert - zu erzeugen. Somit erhälst du dann ein String[] als Ergebnis. (Falls der Runtimetyp falsch mitgegeben wird, erhälst du auch eine ClassCastException)

Ich hoffe das hat dir jetzt deine Frage beantwortet.
 
Ja genau. Der Unterschied ist:
Bei toArray(String[]) wird erst geprüft, ob das übergebene Array genug Platz hat. Sollte dies der Fall sein, dann werden die Werte in das bestehende Array kopiert und dieses Array zurück gegeben.
Ist nicht genug Platz oder wurde kein Array übergeben, dann wird ein neues Array erzeugt.
 

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