Der Punkt mit den Einstellungen stimmt zu 100 %. Da vermisse ich Eclipse: Das war logisch aufgebaut und hat relativ einfach funktioniert. Wie IJ Einstellungen anwendet, bleibt mir ein Rätsel. Mal wird beim Speichern formatiert, mal nicht; mal wird final ergänzt, dann wieder nicht. Seit dem letzten Update scheinen zudem Einstellungen verschwunden zu sein. Wenn ich jetzt merge, sind Klassen oft völlig umgebaut und Methoden verschoben – vermutlich passiert das ungefragt beim Speichern. Dass Kollegen so etwas dann auch noch pushen, ist extrem lästig.
Zum eigentlichen Problem: Ob Spring Boot oder JakartaEE – ändere ich eine lokale Variable und drücke den Reload-Button, kommt die Änderung in der Ausgabe nicht an. Weder der Refresh über das Kontextmenü noch ein Rebuild der Module hilft. Selbst ein kompletter Neustart ohne Reload bringt nichts. Erst ein manueller Maven-Build/Compile sorgt dafür, dass die Änderung greift. Das gilt auch für Tests und wird bei wachsender Projektgröße immer schlimmer.
Die Bedienung von IJ gefällt mir ebenfalls nicht. Die vielen Menüs, die sich permanent in den Fokus schieben, nerven einfach nur. Da wir über RDP arbeiten, verstärkt sich das Problem: Durch kurze Verzögerungen hat man plötzlich den Text eines Menüpunktes in der Zwischenablage statt des Codes, den man eigentlich kopieren wollte. Zudem läuft ständig der Speicher voll; heute musste ich schon sechsmal neu starten.
Ganz ehrlich: Wenn die Lizenzen für acht Projekt-Arbeitsplätze inklusive KI nicht so teuer gewesen wären, hätte ich IJ längst rausgeworfen. Es lockt mit coolen Features, enttäuscht aber im Alltag komplett.