Interface Wie funktioniert das mit den Interfaces. Ich verstehe es einfach nicht! :(

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J

JavaRookie98

Gast
Hier zum Beispiel,

SocketAddress addr = new InetSocketAddress( host, port );
Warum nicht so:SocketAddress addr = new SocketAddress( host, port );

Ich habe das mit den Interfaces auch mehrmals durchgelesen, aber ich blicks einfach nicht.
Ein Interface ist eine Klasse die nur Methodenköpfe hat
und die Methoden müssen wenn dieses Interface implementiert wird,
geschrieben werden. Das ist für Klassen die einen Vertrag eingehen! Häh?

OK! Ich verstehe das nicht. Kann mir einer anhand eines guten Beispiels erklären, wozu es gut ist. Und vielleicht ein gutes Beispiel zur Veranschaulihung.

Danke!
 
InetSocketAddress erbt von SocketAddress. Deswegen.

InetSocketAddress (Java 2 Platform SE v1.4.2)

Schau dir mal Polymorphie an.

EDIT: Deine Variante geht natürlich auch bzw. es kommt auf die Anforderungen drauf an. Wenn du es allgemeiner haben willst, dann verwendet man immer die Oberklassen (z. B. als Parameter in einer Methode).

EDIT2: Außerdem sind das doch Klassen, keine Interfaces.

L. G.
Reality
 
Zuletzt bearbeitet:
Hups!
InetSocketAddress ist eine Klasse richtig.
Völlig übersehen!

Aber kann mir einer anhand eines guten Beispiels zeigen wie das mit den Interfaces geht. Hab bisher nur C programmiert. Und Polymorphie kann/versteh ich.
Da hab ich zum Beispiel in einem Array verschiedene Kindklassendringehabt und die Methode dadrauf polymorph aufgerufen. Das hab ich das auch komplett falsch verstanden?
 
@FinalStriker. Danke, aber ich habe so viele Tutorials dazu gelesen, ich verstehe es einfach nicht, jetzt habe ich gedacht, dass mir jemand ein gutes Beispiel geben könnte.
 
Nehmen wir an, ich schreibe ein Grafik-Prgramm. Darin gibt es Klassen wie Kreis, Rechteck, Quadrat oder was sonst noch. Allen gemeinsam aber ist, dass man diese "zeichnen" kann. Also lege ich über ein Interface fest, dass alle Objekte, die mein Programm später mal bearbeiten kann, gezeichnet werden können.
Also lege ich den Kontrakt fest, den ein Objekt in meinem Programm erfüllen muss, damit es verwaltet werden kann.
Java:
public interface Drawable {
	public void zeichne();
}

In meinem Grafik-Programm gibt es dann Drawable-Objekte:
Java:
class Kreis implements Drawable...
class Rechteck implements Drawable...
List<Drawable> figuren = new ArrayList<Drawable>();

public void zeichneAlles() {
			for (Drawable figur : figuren) {
				figur.zeichne();
			}
}

Alsoo braucht mein Programm gar nicht zu wissen um welche Figur (Kreis,Dreieck,..) es sich handelt. Das Programm weiss aber, dass es die Methode zeichne() aufrufen kann, weil das der Kontrakt festlegt.

Damit können sogar spätere Figuren eingebaut werden, OHNE das Grafikprogramm massiv zu ändern. Denn eine neue Figur muss "nur" das Interface implementieren.

Ich hoffe, damit wirds etwas übersichtlicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lese mir grad die Links und den Beitrag von turtle durch und muss sagen langsam wird alles ein wenig klarer 🙂! Danke!

Aber Polymorphie klappt doch auch ohne Interfaces oder?

Array[Fahrzeuge].fahren();

Fahrzeuge können sein Motorräder, Autos usw. die fahren alle anders aber erst zur Laufzeit weiss das Programm um welches Fahrzeug es sich handelt. Dazu muss fahren halt in den Kindklassen überschrieben werden. Korriegiert mich bitte wenn ich hier etwas Falsches geschrieben habe!
 
OK! Wow jetzt ist es auf einmal klar. 🙂 YUPPIE mit den Buyable und Drawable Interfaces. Verstehe ich es! Super. Gibt es noch andere Bereiche in denen ich Interfaces nutzen kann . Also ausser bei der Polymorphie!

PS: Jetzt weiss ich auch warum es eine Schnittstelle darstellen soll. Ich bin so ein Idiot 🙂.
 
Aber Polymorphie klappt doch auch ohne Interfaces oder?

Ja, aber..

Ein grosser Vorteil von Interfaces ist auch, das man nicht an eine Klassenhierarchie gebunden ist. Daher kann man ein "Verhalten", definiert durch ein Interface, in eine beliebige Klasse "einmixen".

Also
class A extends B implements Drawable...

geht dann und man muss nicht die ganze Klassenstruktur über den Haufen werfen. Daher werden manchmal Interfaces in Java in Zusammenhang mit Mehrfachvererbung gebracht, obwohl es die ja in Java nicht gibt. Aber so erbt A im Beispiel die Methoden von B plus muss noch die Interface-Methoden implementieren.

Ich bin ja Fan der Programmierung gegen Interfaces. Diese sind nämlich besonders beim Entwurf von Systemen hilfreich, weil das Systemverhalten vollständig über Interface definiert werden kann.

Wie im Beispiel Grafikprogramm musst Du nur wissen, das es das Interface Drawable gibt und vielleicht noch das Interface OutputDefinition, dann kann die Methode zeichne auf den Parameter OutputDefinition zugreifen und so erfahren auf welchem Ausgabegerät gezeichnet werden soll. Dabei hast Du noch überhaupt keine realen Implementierungen eingebracht. Erst später gibt es dann zum Test vielleciht einen Kreis (Drawable) und einen Screen (Outputdefinition). Aber Du kannst Dein Programm schon schreiben, weil Du definiert hast, welches Verhalten Du von den anderen Objekten erwartest.
 
Gibt es noch andere Bereiche in denen ich Interfaces nutzen kann . Also ausser bei der Polymorphie!
Und jetzt stellt sich mir die Frage. Wozu sind abstrakte Klassen mit abstrakten Methoden gut.
Weil die kann man genausowenig instanzieren wie Interfaces. Ich könnte doch dann komplett OHNE abstrake Klassen auskommen, oder?
 
Abstrakte Klassen werden erstellt, wenn diese einige Methoden beinhaltet, die für jede Kindsklasse gleich sein sollten. Die restlichen Methoden sind dann abstrakt, damit diese von der Kindsklasse implementiert werden müssen, wie bei Interfaces.
 
Ich könnte doch dann komplett OHNE abstrake Klassen auskommen, oder?

Na ja, kommt drauf an.

Vorteil bei abstrakten Klassen ist natürlich, dass Du eine Implementierung vorgeben kannst, die dann greift, wenn Du die Methode nicht überschrieben hast. Bei Interfaces kannst Du halt nur die Methoden-Signatur vorgeben, aber jede Klasse muss die Methode komplett selbst implementieren.
 
Danke euch! Hab alle Openbooks usw. gelesen. Nur Bahnhof verstanden und dank euch blick ich jetzt durch 🙂.
 

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