wiviel Java muss ich für die Berufswelt können ?

mxm_d1

Mitglied
Hallo,

nachdem ich nach 3 Jahren in der Großindustrie in der Produktion eine Schulische Informatik Ausbildung
angefangen habe die zwei Jahre dauert, in der ein Fach von vielen Programmieren ist. Frage ich mich
nach einem Jahr schule wiviel Java Kenntnisse eigentlich nötig sind um in diesen Bereich arbeiten zu können.
Ein Jahr habe ich noch vor mir und bisschen haben wir nachdem wir vieles in C Gemacht haben, mit Java begonnen.
Viel Grundwissen bzw Grundfunktionen wurden durchgenommen sowie kleinere Programme, jedoch frage ich mich
immer ob ich damit nach den zwei Jahren was anfangen kann oder ob das alles viel zuwenig ist für einen Job als Programmierer,
im internet finde ich ebenfalls wenig darüber.

Danke schonmal für eure Antworten, vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen 🙂
 
157. Das sollte reichen.
Nein, ernsthaft jetzt. Grundlegende Algorithmen sind eh Pflichtsache, UI-Programmierung in den meisten Fällen notwendig, Kommunikation mit anderer Software, eventuell auch verschiedene Betriebssysteme. Um Netzwerkprogrammierung kommst du nicht drumrum (hier muss ich auch noch etwas aufholen).
Du wirst hier jetzt wahrscheinlich viele verschiedene Meinungen hören, es gibt hier kein "Cookbook". Das hängt alles stark vom Arbeitsgebiet deines zukünftigen Arbeitgebers ab.
 
Ich kann ja zur Eingangsfrage auch kurz berichten, du brauchst schon viele fundierte Grundlagen, wenn du in der Java-Anwendungsentwicklung Fuß fassen möchtest, denn andernfalls hängen dich die Inder einfach ab. Das schreibe ich nicht einfach nur so, du hast halt internationale Konkurrenz in dem Gebiet. Wenn du etwas anderes machen möchtest, PowerPoint Präsentationen zum Beispiel, dann brauchst du Java nicht.
 
Die Frage ist ja immer, was man als Job erwartet. Du hast damit eine gewisse Basis. aber die Erfahrung ist nahe bei 0.

Wenn Dich Software Entwicklung auch als Hobby reizt, dann beschäftige dich etwas mehr damit. Mach ein paar kleine eigene Projekte. Beschäftige Dich ein kleines bisschen mehr mit Clean Code und den Grundlagen (clean-code-developers.de ist da mein Ratschlag - da bekommst du dann auch gewisse existenziellen Grundlagen mit).

Das Zeil dieser Tätigkeiten ist nicht, dass Du Dich selbst zum perfekten Entwickler weiterbildest. Das funktioniert so in der Regel nicht, denn das Thema ist zu groß und zu umfänglich. Ziel ist es, Dein Interesse zu zeigen. Und nicht nur an Entwicklung selbst sondern auch an professioneller Entwicklung.

Und dann sehe ich kein Problem bezüglich eines Junior Jobs. Da wirst du dann noch weiter "ausgebildet". Das setzt aber auch voraus, dass Du Kollegen hast, die Dich voran bringen. Da musst Du dann auch etwas drauf achten.
 
Grundsätzlich wird man dem, was man in der Zeit gelernt hat, nur auf einer Junior oder Trainee Stelle landen. Was aber ganz normal ist. Der Rest passiert im besten Fall als Training on the job. Bei uns in der Firma läuft Bewerbungsverfahren für diese Stellen wie folgt ab:

* Bewerbungsunterlagen werden von HR gesichtet und die aussortiert, die grundsätzlich nicht passen.
* Die, die da durchkommen bekommen eine kleine Programmieraufgabe gestellt, die sie (ich glaube innerhalb von 14 Tagen) lösen sollen. Die kann man mit dem beschriebenen Wissen problemlos lösen - ich bräuchte für die Aufgabe ca. 30 Minuten.
* Die wird dann von zwei erfahrenen Entwicklern angesehen und bewertet. Wenn das nicht totale Grütze ist, gibt es dann ein ca. 1-1,5 stündiges Telefoninterview mit den beiden Entwicklern, wo die Aufgabe noch mal besprochen wird (es gab schon Fälle, wo Leute fremde Lösungen abgegeben hatten...) und der Kandidat dann eine kleine Anpassung an der Musterlösung vornehmen darf. Das ist eine stressige Situation für den Bewerber, aber bringt halt gute Erkenntnisse, wie geht der Bewerber mit Problemen um, wie denkt er. Danach hat man eine relativ gute Einschätzung ob er zum einen wirklich Java Grundkenntnisse hat und zum anderen ob man das Gefühl hat, ist er lernfähig.
* Danach gibt es dann das klassische Bewerbergespräch, wo es hauptsächlich um den Nasenfaktor geht - passt die Person von der Mentalität in die Firma, die fachliche Qualifikation ist dann bereits abgehakt.

Was halt wichtig ist - man in dem Bereich nie ausgelernt, man lernt immer was neues dazu und muss immer bereit sein sich in neue Dinge einzuarbeiten. Diese Mentalität ist meines Erachtens das KO-Kriterium. Ohne diese Mentalität wird man nicht weit kommen.
 
Zusätzlich sollte man auch wissen was "unter der Haube" geschieht, also nicht nur irgendwelche Frameworks bedienen können (und dann ratlos dastehen, wenn diese nicht zur Verfügung stehen). Weiterhin sollte man längerfristig Aspekte wie z.B. Architektur, SW-Tests, Skalierbarkeit auf dem Radar haben (v.a. um sich von billigerer (nur-)Codier-Konkurrenz zu differenzieren)
 

Zurück
Oben